Gundersheim

Einwohnerzahl zum 30.06.2023: 1555

Unterrichtung der Einwohnerinnen und Einwohner über wichtige Angelegenheiten der örtlichen Verwaltung gemäß § 15 GemO

In seiner Sitzung am 15.04.2026 hat sich der Ortsgemeinderat Gundersheim mit folgenden Themen befasst:

  1. Vom Sondervermögen des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz erhält die Ortsgemeinde einen Anteil von 500.000 €. Der Rat hat darüber beraten, für welche Zwecke diese Gelder eingesetzt werden sollen. Es wurden zwei Vorhaben festgelegt. Dies ist zum einem die Vitalisierung des Bürgerhauses, zum anderen die Sportinfrastruktur. Hier wird an die Verrohrung des Fußgängerweges am Neuweg, die Verlegung des Bolzplatzes einschließlich des erforderlichen Flächenerwerbs sowie Maßnahmen zur Entspannung der Parksituation gedacht. Die Verbandsgemeindeverwaltung hat nunmehr den Prüfauftrag, ob diese Maßnahmen durch die Förderrichtlinien gedeckt sind.
  2. Im nichtöffentlichen Teil ging es um eine Auftragsvergabe für den Neubau der Kindertagesstätte, um die Eintragung einer beschränkten persönlichen Grunddienstbarkeit auf einem Grundstück sowie um zwei Bauanträge.

67574 Osthofen, den 17.04.2026
Wagner
Bürgermeister

Geschichte Gundersheim

Weil Rotwein hier schon immer besonders wichtig war, hat sich Gundersheim bereits vor langer Zeit den Beinamen Rotweindorf verdient. In den Lorscher Schenkungsurkunden wird Gundersheim  erstmals 769 als Guntmaresheim und der Ortsteil Enzheim als Onesheim genannt. Der Ort liegt an sehr exponierter Stelle. Man erblickt ihn mit seinen das Ortsbild prägenden beiden Kirchen (kath. Kirche ab 1491, evang. Kirche 1705 erbaut) schon aus weiter Ferne. Und von hier reicht der Blick weithin ins Rheintal, zum Donnersberg und Odenwald. Einen viel versprechenden Ausblick hat man auch von dem 1,8 km langen Weinwanderweg nördlich der Ortslage.
Vor hundert Jahren wurde ein besonders großer Friedhof aus der Frankenzeit entdeckt. Reste der alten Ortsbefestigung (Wehrmauer) sind ebenfalls teilweise noch erhalten. Zahlreiche ehemalige Kalksteinbrüche sind für geologisch Interessierte ein vielfältiges Entdeckungsgebiet. Insbesondere das rd. 12 ha große Naturschutzgebiet „Steinbruch Rosengarten“ mit seiner seltenen Flora und Fauna.
An die Vergangenheit der sogenannten Staabickel, wie die Gundersheimer teilweise heute noch von ihren Nachbarn genannt werden, erinnert seit Anfang 2005 die Bronzestatue eines Steinbrechers. Der Steinbrecher ist aber nur ein Zeuge der in den letzten Jahren sehr weit fortgeschrittenen Dorfverschönerung. So manches Eckchen strahlt in neuem Glanz und lädt Besucher sowie auch Einwohner zum Verweilen ein.
Nicht zuletzt deshalb belegte Gundersheim in verschiedensten Wettbewerben vordere Plätze. 1998 wurde die Gemeinde u. a. aufgrund ihres weinbautypischen Ortsbildes schönstes Weindorf im Kreis Alzey-Worms und 1999 wurde Gundersheim Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft. Ein Jahr später konnte man sogar die Silbermedaille auf Bundesebene in dieser Konkurrenz erringen.
Die aufstrebende Gemeinde verfügt über ein größeres Gewerbegebiet, ist aber dennoch überwiegend landwirtschaftlich strukturiert, wobei der Weinbau in den Einzellagen Höllenbrand und Königstuhl in der Großlage Bergkloster stark dominiert. Ein eigener Anschluss an die A 61 sowie die damit verbundene rasche Anbindung an die Ballungsräume Rhein-Main und Rhein-Neckar führen zu einer raschen Weiterentwicklung.

Haushalt Gundersheim

Satzungen Gundersheim